Nähen lernen

Januar 3, 2017

 

Bestimmt kennt ihr das. Man hat ein bestimmtes Kleidungsstück im Kopf und schlendert mit seiner besten Freundin durch sämtliche Geschäfte der Stadt. Nach dem dritten Kaffee geht man frustriert nach Hause, da sich das Wunschteil nicht finden lassen wollte. Hat man ein bestimmtes Stück vor Augen, ist man aber auch immer so pingelig. So geht es jedenfalls mir. Wie schön wäre es in diesem Moment, sich den Rock, das Kleid oder den Pulli selbst nähen zu können, genau so wie man es haben möchte.

Mein Schlüsselerlebnis war ein Geschenk meiner Schwiegermutter. Sie holte eine alte Pfaff aus dem Keller. Ich habe die Chance ergriffen und endlich das Schneidern gelernt, ganz ohne Nähschule und Nähkurse. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch hier gilt: Aller Anfang ist schwer. Aber mit etwas Geduld und dem Internet kann es jeder schaffen.

Ich gebe euch hilfreiche Nähtipps, wie ihr als Nähanfänger das Nähen ohne Nähschule und Nähkurse lernen könnt. Auch ich habe so angefangen.

 

Die Geduld

Beim Nähen müsst ihr geduldig sein. Es wird oft genug vorkommen, dass ihr Teile falsch zusammennäht oder dass die Passform der Kleidungsstücke nicht mehr stimmt. Wer die Sendung „Geschickt eingefädelt“ von Guido Maria Kretschmer gesehen hat, sieht dass diese Probleme auch bei den erfahrensten Hoppyschneidern auftreten. Wenn beim Nähen gerade mal etwas schief läuft, dann macht einfach eine kurze Pause. Jedes Kleidungsstück braucht seine Zeit. Schnittmuster die man noch nicht kennt, müssen geübt werden. Nehmt euch daher Zeit!

Tipp: Unbekannte Schnittmuster sollten zuerst an einem günstigen Stoff ausprobiert werden, bevor teure Stoffe ins Spiel kommen.

 

Die Ausrüstung

Damit ihr ohne Probleme mit dem Nähen starten könnt, braucht ihr die richtige Ausrüstung. Hier gilt: „wer günstig kauft, kauft zwei Mal“. Also achtet beim Kauf auf eine hochwertige Nähausstattung. Dazu gehört nicht nur eine Nähmaschine, sondern auch neues Garn aus Polyester und eine passende Stoffschere. Die Stoffschere darf aber ausschließlich zum Stoffschneiden genutzt werden, nicht für Papier oder anderes. Um die Arbeit beim Nähen zu erleichtern, benötigst ihr darüber hinaus ein Bügeleisen und Bügelbrett, um Kanten und Ecken umbügeln und die Stellen einwandfrei vernähen zu können. Dann fehlt nur noch ein Maßband, damit die Kleidungsstücke auch wie maßgeschneidert am Körper sitzen. Ach ja, eine Sache hätte ich fast vergessen, nämlich die Malkreide, die benötigt ihr, um die Schnittmuster in den Stoff einzuzeichnen. Die Zeichnung mit der Malkreide eignet sich besonders gut, da die Zeichnung nach dem Ausschneiden der Stoffteile, einfach ausgeklopft werden kann und so die unschönen Linien nicht mehr sichtbar sind.

 

Die Bedienungsanleitung studieren

Wie in jedem Handwerk gilt auch beim Nähen: Kenne und beherrsche deine Geräte! Bevor ihr euch also an die Nähmaschine und an die Schnittmuster wagt, solltet ihr immer die Bedienungsanleitungen lesen. Diese enthalten oft gute Tipps und die Wahrscheinlichkeit etwas kaputt zu machen und sich so selbst zu frustrieren sinkt ungemein. Auch zu euren Schnittmustern gibt es immer eine Bedienungsanleitung, die erklärt wie ihr Schritt für Schritt vorgehen müsst, damit es am Ende auch aussieht wie ein Kleidungsstück.

 

Einfache Nähprodukte

Sitzt ihr zum ersten mal vor einer Nähmaschine? Dann beginnt nicht gleich mit einem schwierigen Abendkleid. Fangt mit einem Kissen an oder holt euch eure „alte“ Kleidersammlung aus dem Schrank und näht drauf los. So lernt ihr eure Nähmaschine kennen. Es geht auch nicht darum schnell zu nähen, gerade die langsamen Stiche wie Kurven oder Kanten sind entscheidend. Nähen soll keinen Stress verursachen, sondern Spaß machen.

 

Das Internet als Hilfestellung

Da ihr meinen Blog gefunden habt, habt ihr schon etwas richtig gemacht. Ihr habt das Internet genutzt. Wenn ihr nicht wisst, wie zum Beispiel ein Reißverschluss eingenäht wird oder die Belege eingesetzt werden, dann ist das kein Problem. Das Internet hilft. Dort findet ihr zahlreiche Videos bei Youtube, die deine Probleme lösen. Mein Favorit sind die Nähvideos „Anna von einfach Nähen“. Sie zeigt Schritt für Schritt wie genäht wird und gibt gute Tipps, die das Nähen erleichtern.

 

Die Ordnung

Schließlich gilt auch beim Nähen: „Ordnung ist das halbe Leben“. Während der Näharbeiten, kann es leicht zu einer großen Unordnung kommen. Fäden oder Stoffreste liegen auf dem Tisch und Boden verteilt und der Garn liegt völlig verheddert im Nähschränkchen. Das sollte so nicht sein! Versucht euren Nähtisch aufgeräumt wie möglich zu halten. Die Unordnung lenkt euch nur ab und kann sehr leicht vermieden werden.

 

Diese Tipps geben euch den besten Start für deine Nähkarriere. Ich wünsche dir Viel Erfolg und Viel Spaß beim Nähen.

 

 

 

 

 

 

 

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